• Frauentorgraben
  • Frauentorgraben
  • Frauentorgraben
  • Frauentorgraben
  • Frauentorgraben

Frauentorgraben

Bürogebäude

Nürnberg

2009

Neues in Nürnberg.        

Das neu entstehende Bürohaus übernimmt die Blockkanten der Bestandsgebäude. Zur Gliederung der 70m langen Hauptfassade am Frauentorgraben werden als Besonderheit mehrgeschossige Einschnitte geschaffen: ein zweigeschossiger Eingang, der auch als Durchgang zum Museum fungiert, und eine dreigeschossige Einkerbung in den Obergeschossen, die als Verzahnung das Staffelgeschosses mit dem Hauptgeschoss den Baukörper rhythmisiert.

Die Einkerbung kann auch als Fehlstelle gelesen werden, die auf den an dieser Stelle in Schutt und Asche gesunkenen „Führerbalkon“ hintergründig hinweist. Eine stille Mahnung, das Überwinden des Grauens nicht wieder zu vergessen.
Das Verkehrsmuseum wird ganz freigestellt und bildet sich sowohl an der Lessing- als auch jetzt wieder an der Weidenkellerstraße als selbständiger Stadtbaustein ab. Zur Straße hin stärkt das neue Bürohaus die Eigenständigkeit des Museums und dockt nur im Innern des Blocks an. Freigestelltes Museum und neues Bürohaus passen sich maßstäblich der Körnigkeit der umgebenden Stadtstruktur an, ohne zu dominieren. So entsteht zwischen Neuem und Altem ein gelöstes Miteinander in unverkrampfter Spannung.
Die Form des Entwurfs entspringt den städtebaulichen Determinanten und besteht aus drei Grundfiguren: präzise Nachzeichung des Blockrands, Aufschneiden der geschlossen Form an der Nahtstelle zum Bestand und Wiederzusammenfügen in Fortführung der vorgefundenen Verwerfungslinie im Blockinnern.
Die drei halböffentlichen Höfe des Komplexes bilden ein räumliches Kontinuum mit einem durchgängigen und damit angemessen großzügigen Charakter. Sowohl Museumsbesucher als auch Büroangestellte können im zentral plazierten Restaurant pausieren. An wärmeren Tagen gibt es eine Aussenbestuhlung.
Die freigelegten Wände des Verkehrsmuseums sind integraler Bestandteil der neuen Hofbildungen und erzeugen im Wechselspiel mit den neuen Konturen unverwechselbare Freiräume zwischen alt und neu.

Ort: Nürnberg
Typus: Bürogebäude
Projektentwicklung: 2009
Umbauter Raum: 82.473 cbm BRI
Bruttogrundfläche: 24.888 qm BGF
Entwickler: ungenannt bleiben wollender Investor

Leistungen Leathley 2009:
Konzeption und Leitung Projektentwicklung für KSP München